TnT Betreuungskonzept

Unser Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Erwachsene und Senioren, sondern wir können aufgrund unserer Personalstruktur im Bereich der Schulbegleitung auch auf die speziellen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen eingehen.

 

Bei der Betreuung von Erwachsenen und Senioren arbeiten wir sowohl mit fest angestellten Mitarbeitern als auch mit ehrenamtlich tätigen Personen. Mit der Ausbildung nach § 53 c SGB XI für Mitarbeitern, bzw. der Schulung für Ehrenamtliche nach § 45 b SGB XI erfüllen wir die fachlichen Voraussetzungen.

Im Bereich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen können wir darüber hinaus auf unsere Schulbegleiter zurückgreifen, welche über Ausbildungen und Erfahrung im pädagogischen Bereich verfügen.

Vorgehen bei Kundenanfragen

Bei Kundenanfragen erfolgt ein Erstgespräch im Rahmen eines Hausbesuchs. Die gewünschte Leistung, Umfang und Frequenz werden besprochen. Der Kunde/gesetzl. Vertreter unterschreibt eine Betreuungsvereinbarung, sowie bei gesetzlich Versicherten eine Abtretungserklärung. In einem strukturierten Anamnesebogen werden Biografie, Tagesablauf sowie Vorlieben und Abneigungen besprochen.

 

Inhalt des Erstgesprächs ist weiterhin:

 

·         Vorgehensweise bei Nicht-Öffnen der Tür/ggf. Überlassung des Schlüssels

 

·         Verhalten bei medizinischen Notfällen

 

·         Verhalten bei Weglauftendenzen

 

·         Verhalten bei psychischen Verhaltenssymptomen

Dann suchen wir geeignete Person aus unserem Mitarbeiter- oder Ehrenamts-Pool. Diese erhält dann die Kontaktdaten des Kunden und vereinbart einen Termin. Rückmeldung über den stattgefundenen Erstbesuch erhalten wir sowohl von der Betreuungsperson als auch vom Kunden. Ist der Erstbesuch zufriedenstellend verlaufen, vereinbart die Betreuungsperson selbstständig mit dem Kunden fortlaufend Termine. Um die Kontinuität sicherzustellen hat es sich bewährt feste Tage und Uhrzeiten in einem festen Rhythmus zu vereinbaren. Terminabsagen und -verschiebungen werden ebenfalls direkt zwischen Betreuer und Kunden kommuniziert. Bei den angestellten Betreuungskräften erfolgt die Terminabsage ab dem zweiten Krankheitstag über die Leitung des Betreuungsdienstes.

 

Beziehungsgestaltung der Betreuung

Bei unserem Konzept steht die Beziehung Betreuungsperson/Kunde im Vordergrund, ein regelmäßiger Wechsel der Betreuungsperson ist nicht vorgesehen. Nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch wird eine Vertretung für längere, geplante Abwesenheiten der Betreuungsperson eingesetzt. Kurzfristige Krankheitsvertretung ist nicht, oder nur in Ausnahmefällen möglich. Ist der zeitliche Umfang der Betreuung durch eine einzelne Mitarbeiterin oder Ehrenamtliche nicht zu leisten, oder es ist notwendig, dass die Betreuung lückenlos stattfindet, so setzen wir von vorneherein zwei Personen bei dem Kunden ein.

 

Dokumentation/Leistungserfassung

Beim Kunden vor Ort befindet sich eine Dokumentationsmappe. Diese besteht aus einem Deckblatt und einem Biografie- und Anamnesebogen, sowie einer Beschreibung des Tagesablaufs und Vorlieben oder Abneigungen des Kunden. Des weiteren ist eine Verlaufsdokumentation bein-haltet, die regelmässig (insbesondere bei Zustands-änderung oder außergewöhnlichen Ereignis-sen im Rahmen der Betreuung) geführt und aktualisiert wird. Die Leistungserfassung geschieht durch den Betreuer in Form eines Stundenzettels wo jeder Einsatz mit Datum und Dauer ver-merkt wird. Aus Gründen maximaler Transparenz verbleibt dieser Zettel beim Kunden bis zum Ende des Abrechnungsmonats. 

Interne und externe Kommunikation

 Firmenintern kommunizieren wir telefonisch, per SMS oder über einem datensicheren Messenger-Anbieter (Signal) Mitarbeiter und Ehrenamtliche dürfen sich nicht per WhatsApp austauschen, bzw. darüber mit Kunden und Angehörigen in Kontakt treten. Besteht Gesprächsbedarf von Seiten der Mitarbeiter/Ehrenamtliche oder des Kunden, wird mit der Fachleitung ein Termin vor Ort oder im Büro vereinbart. Im Notfall ist auch eine Rufbereitschaft abends oder am Wochenende eingerichtet.

 

Ist in die pflegerische Versorgung ein ambulanter Dienst involviert, dann werden die Kontaktdaten auf unserer Dokumentationsmappe vermerkt, auch hier kann bei speziellen Fragestellungen oder Unklarheiten jederzeit Kontakt aufgenommen werden, bzw. Informationen zielgerichtet ausgetauscht werden.

 

Die Kommunikation mit den An-bzw. Zugehörigen geschieht telefonisch, per SMS oder einen datensicheren Messenger-Anbieter und sollte sich an dem Bedarf der Pflegebedürftigen und Betreuer orientieren. Kontaktmöglichkeiten zu den An- bzw. Zugehörigen werden ans Büro weitergegeben und im firmeninternen Dokumentationssystem hinterlegt.

 

Notfall

Die einzelnen Notfallsituationen sind in den Verfahrensanweisungen geregelt und zu beachten.Bei einem Notfall, der nicht über die Verfahrensanweisungen abgedeckt ist, ist die Leitung des Betreuungsdienstes zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

Kooperationen mit anderen Leistungserbringern

Kooperationen mit anderen Leistungserbringern werden von unserer Seite angestrebt und ausdrücklich erwünscht. Besonderes Augenmerk wird dabei auf andere Betreuungsdienste und Pflegedienste gelegt. Aufgrund der besonderen Struktur des Unternehmens findet in der Betreuung bei TnT normalerweise keine Krankheitsvertretung statt und wird auch nicht benötigt. Dementsprechend wäre eine Kooperation vor allem dabei denkbar, um Kunden gemeinsam mit einem Pflegedienst zu betreuen oder bei fehlenden Kapazitäten an den Kooperationspartner weiterzugeben. Aber auch andere Kooperationen, wie z.B. Empfehlungen der Kooperationspartner untereinander sind vorstellbar.

 

Es findet kontinuierlich Netzwerkarbeit auf Fachtagen und anderen Veranstaltungen des Bereiches Betreuung bei Pflegebedürftigkeit statt.

Verlaufskontrolle/Qualitätssicherung

Bei den allermeisten Kunden führen wir auch den Pflegesicherungsbesuch nach § 37/3 SGB XI
entweder halb- oder vierteljährlich durch. Wir nutzen diesen Besuch um die Betreuung zu evaluieren und ggf. anzupassen. 

Genauso werden regelmäßig Fallbesprechungen mit den Betreuungskräften gemeinsam mit der Leitung geführt, in denen Schwierigkeiten und aktuelle Themen besprochen werden.

 

Supervisionen durch externe Fachkräfte werden in regelmäßigen Abständen angeboten, um einen fachlichen Austausch der Mitarbeiter zu gewährleisten.

 

Bei belastenden Situationen in der Betreuung der Kunden haben die Mitarbeiter jederzeit die Möglichkeit, mit der Leitung des Betreuungsdienstes oder der Geschäftsführung ein entlastendes Gespräch zu führen. Zudem gibt es die Möglichkeit bei einer akut belastenden Situation am nächsten Supervisionstermin ohne vorherige Anmeldung teilzunehmen, sowie ein Einzelgespräch mit der externen Fachkraft zu führen.

 

Beschwerdemanagement

Speziell zu Beginn des Betreuungsauftrags gehört es zu unserem Standard, telefonisch beim Kunden und/oder Angehörigen die Zufriedenheit abzufragen. Wir betrachten kritische Kunden oder Beschwerden nicht als Störung unserer Routineabläufe, sondern als Chance uns stetig zu verbessern und das Angebot den Kundenwünschen anzupassen. Beschwerden können schriftlich oder mündlich an uns herangetragen werden. Beschwerden werden dokumentiert und nachverfolgt. Jeder Beschwerdeführer erhält eine Rückmeldung und wird in der Folge befragt, ob sich die Situation verbessert hat.

 

Geht eine Beschwerde seitens der Mitarbeiter ein, wird diese wie eine Beschwerde seitens der Kunden behandelt und bearbeitet.

Angebotsbeschreibung:

Wir wollen unser Leistungsspektrum für unsere Kunden transparent und klar darstellen. Nach langjähriger Erfahrung können wir grundsätzlich vier Leistungsarten im Bereich der Betreuung und Beschäftigung unterscheiden. Wobei die Übergänge teils fließend sind, und sich im Laufe der Zeit bei sich verändernden Pflegesituationen, auch Änderungen im Bedarf ergeben können. Um Missverständnisse auch von Seiten der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen zu vermeiden, sollen sich unsere Kunden beim Erstgespräch für eines der folgenden Angebote entscheiden.

 

Betreuung/Beschäftigung/Freizeitgestaltung

Dieses Angebot beinhaltet die Unterstützung zur Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben. Angepasst an die geistigen und körperlichen Fähigkeiten, sowie die Wünsche des Kunden werden gemeinsame Spaziergänge und Ausflüge durchgeführt oder Veranstaltungen besucht. Bei Kunden, die das Haus nicht verlassen können, erstreckt sich das Angebot von Vorlesen über Gespräche, Spiele, Fotoalben ansehen bis hin zur Unterstützung bei Telefonaten, Organisation von Einladungen oder empfangen von anderen Besuchern.

 

Betreuung und    Haushaltshilfe

Bei diesem Angebot werden in Ergänzung zur Betreuung auch leichtere Hausarbeiten durchgeführt wie z.B. vorbereitetes Essen aufwärmen, Spülmaschine ein- und ausräumen, Wäsche aufhängen, Böden fegen oder Staubsaugen.  Diese Angebotsform kommt in Frage, wenn z.B. der Betroffene einen grossen Teil des Tages mit ruhen und schlafen verbringt, und die Anwesenheit des Betreuers auch der Sicherheit dient, wenn Pflegepersonen abwesend sind.

 


Reine Haushaltshilfe

Die Haushaltshilfe findet im direkten Umfeld des Betroffenen statt und beinhaltet leichte Haushaltstätigkeiten wie Wäsche waschen, aufhängen, bügeln, Böden fegen, Geschirr spülen, Einkaufen oder Botengänge. Die Leistung wird nicht von professionellen Reinigungskräften erbracht. Vor der Aufnahme unserer Tätigkeit muss eine Grundreinigung des Wohnumfeldes stattgefunden haben. Wir sorgen mit unseren Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für die regelmässige Sauberkeit in den vom Pflegebedürftigen genutzten Räumlichkeiten. Es werden keine Kellerräume entrümpelt oder Dachfenster geputzt. Auch die Durchführung eines sog. Frühjahrsputzes müssen wir ausschliessen. Unsere Mitarbeiter steigen nicht auf Leitern, Wischflächen über 1,60 Höhe können nicht berücksichtigt werden. Auch bei dieser Angebotsform erfolgt immer eine Einbeziehung und Motivation des Betroffenen sich am Geschehen zu beteiligen. Dies kann z.B. bedeuten, dass gemeinsam mit dem Betroffenen entschieden wird, was am dringendsten zu erledigen ist.

 

Haushaltshilfe gemeinsam mit dem Betroffenen

Diese Angebotsform, nämlich die Einbeziehung und Nutzung der Ressourcen des Kunden, bietet sich an, wenn der Betroffene in der Lage ist, leichtere Haushaltstätigkeiten mit Anleitung und Unterstützung zu bewältigen. Die Schwerpunkte der Haushaltshilfe liegt dann nicht in der Erledigung aller notwendigen Arbeiten, sondern in der Aktivierung des Kunden und der Stärkung des Selbstbewusstseins, trotz Krankheit oder Behinderung noch etwas Sinnvolles tun zu können.

 


Vorgehen bei Kundenanfragen